Buy & Build als Wachstumsstrategie

Die Theorie


Die Buy & Build-Strategie (Kaufen & Aufbauen) stellt eine innovative und ergebnisorientierte Herangehensweise von Finanzinvestoren dar, um Unternehmen gezielt aufzubauen und zu stärken. Diese Strategie hat sich in der Finanzwelt als äußerst effektives Instrument für nachhaltiges Wachstum und Wertsteigerung erwiesen.

  1. Definition und Grundprinzipien
    Die Buy & Build-Strategie beinhaltet den Kauf von etablierten Unternehmen als Ausgangsbasis (Plattformgesellschaften), gefolgt von gezielten Akquisitionen (Add-Ons), um das Portfolio zu erweitern und Synergieeffekte zu nutzen. Finanzinvestoren setzen hierbei auf eine systematische Integration und Optimierung der erworbenen Unternehmen, um Mehrwert zu schaffen.
  2. Identifikation vielversprechender Akquisitionsziele
    Ein entscheidender Schritt in der Buy & Build-Strategie ist die präzise Auswahl von Akquisitionszielen. Finanzinvestoren analysieren den Markt intensiv, um Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial und passenden Synergien zu identifizieren. Dies ermöglicht eine strategische Ausrichtung auf zukunftsträchtige Branchen und Märkte.
  3. Operative Integration und Wertsteigerung
    Nach dem Erwerb von Unternehmen erfolgt die operative Integration, bei der Prozesse, Ressourcen und Strukturen harmonisiert werden. Durch effektives Management und klare strategische Ausrichtung können Synergien optimal genutzt und operative Effizienz gesteigert werden. Dies führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern auch zu einer verbesserten Wertschöpfung.
  4. Portfoliobereinigung und Fokussierung
    Die Buy & Build-Strategie beinhaltet auch die kontinuierliche Analyse des Portfolios. Unternehmen, die nicht mehr zum strategischen Fokus passen, werden bereinigt, um Ressourcen auf die erfolgversprechendsten Segmente zu konzentrieren. Dies ermöglicht eine klare Ausrichtung auf die Kernkompetenzen und unterstützt das Erreichen langfristiger Ziele.
  5. Finanzierung und Kapitalstruktur
    Die erfolgreiche Umsetzung der Buy & Build-Strategie erfordert eine solide Finanzierung und eine optimale Kapitalstruktur. Finanzinvestoren setzen auf einen ausgewogenen Mix aus Eigenkapital und Fremdkapital, um die notwendigen Ressourcen für Akquisitionen und operative Verbesserungen sicherzustellen.
  6. Risikomanagement und Governance
    Um potenzielle Risiken zu minimieren, implementieren Finanzinvestoren robuste Risikomanagement-Strategien. Gleichzeitig spielen klare Governance-Strukturen eine entscheidende Rolle, um effektive Entscheidungsprozesse sicherzustellen und den langfristigen Erfolg der Buy & Build-Strategie zu gewährleisten.
  7. Erfolgsgeschichten und Best Practices
    Die Buy & Build-Strategie hat sich in zahlreichen Branchen als äußerst erfolgreich erwiesen. Durch gezielte Akquisitionen, effiziente Integration und klare Ausrichtung auf Wachstumsmärkte haben Finanzinvestoren beeindruckende Erfolgsgeschichten geschrieben.


Insgesamt stellt die Buy & Build-Strategie eine robuste Methode dar, um in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld nachhaltiges Wachstum zu fördern. Durch gezielte Investitionen, optimale Integration und eine klare Fokussierung auf Werte schaffen Finanzinvestoren langfristige und nachhaltige Erfolge.
 

Die Praxis

Die Buy & Build-Strategie beruht auf der schrittweisen Akquisition von Unternehmen, um eine starke Unternehmensgruppe zu formen. Durch den Erwerb von sogenannten Plattform-Gesellschaften und die nachfolgende Integration von Add-Ons wird angestrebt, durch Synergien und Skaleneffekte Wettbewerbsvorteile zu generieren.
 

Herausforderungen durch mangelnde Insiderkenntnisse 

  • Unklare Strukturen
    Das Fehlen von Insiderkenntnissen zu den organisatorischen Strukturen der Zielindustrien kann zu Problemen führen. Die genaue Identifikation von Schlüsselpersonen und Entscheidungsträgern wird erschwert, was sich negativ auf den Erfolg der Buy & Build-Strategie auswirkt.

 

  • Ineffektive Due Diligence
    Eine unzureichende Kenntnis der Wertschöpfungskette und der Geschäftsprozesse in der Branche kann zu einer ineffektiven Due Diligence führen. Finanzinvestoren könnten Schwierigkeiten haben, die Risiken und Chancen von Übernahmezielen angemessen zu bewerten.

 

  • Fehlende Marktübersicht
    Der Mangel an Insiderkenntnissen kann zu einer unklaren Marktübersicht führen. Ohne genaue Informationen über Marktsegmente, Wettbewerber und potenzielle Partnerschaften kann die strategische Positionierung auf dem Markt erheblich beeinträchtigt werden.

 

  • Schwierigkeiten bei der Integration
    Eine unzureichende Kenntnis der internen Abläufe in der Zielindustrie kann zu Schwierigkeiten bei der Integration von erworbenen Unternehmen führen. Effiziente Zusammenarbeit und die Realisierung von Synergien werden erschwert.

Meine Vorgehensweise

Die Entwicklung und Implementierung einer nachhaltigen Buy&Build-Strategie für meine Auftraggeber erfolgt in 4 Schritten:

  1. Analyse der Wertschöpfungskette: Ich durchdringe die Kernelemente Ihrer Zielbranche, um Chancen und Herausforderungen klar zu identifizieren.
  2. Identifikation geeigneter Plattform-Gesellschaften und Add-Ons: Durch sorgfältige Marktanalysen und ein tiefgreifendes Verständnis Ihrer Ziele finde ich die passenden Unternehmen für Ihr Wachstumsvorhaben.
  3. Ansprache der Unternehmensbesitzer und Unterstützung bei der Due Diligence: Ich agiere als Bindeglied zwischen Ihnen und potenziellen Übernahmekandidaten. Darüber hinaus biete ich umfassende Unterstützung bei der Due Diligence.
  4. Aufsichtsrats- und Beiratsmandate bzw. Interim Management: Je nach Bedarf übernehme ich Verantwortung und begleite die Umsetzung Ihrer Strategie durch die Übernahme von Aufsichtsrats- oder Beiratsmandaten oder als Interim-Manager direkte operative Verantwortung.

Analyse der Wertschöpfungskette

Die Analyse der Wertschöpfungskette in der Prozessindustrie auf Basis von mechanischer, thermischer und chemischer Verfahrenstechnik ist entscheidend, um die verschiedenen Phasen der Produktion zu verstehen und Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Hier ist eine detaillierte Analyse dieser drei Kernbereiche:

1. Mechanische Verfahrenstechnik:

Rohstoffbeschaffung und -aufbereitung: Beginnend mit der Beschaffung von Rohstoffen durchläuft die mechanische Verfahrenstechnik den Prozess der Aufbereitung. Das Ziel ist es, Rohstoffe in eine Form zu bringen, die für den weiteren Produktionsprozess geeignet ist.

Zerkleinerung und Trennung: Mechanische Verfahren umfassen auch den Prozess der Zerkleinerung und Trennung, um die gewünschte Partikelgröße zu erreichen und verschiedene Materialien voneinander zu separieren.

Formgebung und Strukturierung: Dieser Schritt beinhaltet die Umformung der Rohstoffe in die gewünschte Form. Hier kommen verschiedene mechanische Techniken wie Extrusion, Prägung oder Formpressen zum Einsatz.

2. Thermische Verfahrenstechnik:

Erhitzung und Kühlung: Die thermische Verfahrenstechnik spielt eine Schlüsselrolle bei der Erzeugung oder Entfernung von Wärme. Dies kann durch verschiedene Methoden wie Verbrennung, Dampferzeugung oder Kühlprozesse erfolgen.

Destillation und Verdampfung: Die Trennung von Stoffgemischen durch Destillation und Verdampfung basiert auf thermischen Prinzipien. Diese Methoden werden oft in der Chemieindustrie angewendet, um Produkte zu reinigen oder zu trennen.

Wärmerückgewinnung: In der Wertschöpfungskette ist die Effizienz der thermischen Prozesse von großer Bedeutung. Die Wärmerückgewinnung ermöglicht die Nutzung von Abwärme, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

3. Chemische Verfahrenstechnik:

Reaktionsprozesse: Die chemische Verfahrenstechnik umfasst die Durchführung von chemischen Reaktionen zur Herstellung von Endprodukten. Hierbei werden verschiedene chemische Prozesse angewendet, um gewünschte Umwandlungen der Ausgangsstoffe zu erreichen.

Katalyse: Katalysatoren werden eingesetzt, um Reaktionen zu beschleunigen oder bei niedrigeren Temperaturen ablaufen zu lassen, was die Energieeffizienz erhöht und die Produktqualität verbessert.

Identifikation geeigneter Plattform-Gesellschaften und Add-Ons

Die Identifikation von bereits vorhandenen Anbietern in der Wertschöpfungskette mit Produkten für die essentiellen Prozessschritte (Plattformgesellschaft), die als Ausgangsbasis für weitere Zukäufe (Add-Ons) dienen können, erfordert eine gründliche Analyse verschiedener Faktoren, einschließlich des Investitionsprofils, der Vollständigkeit des Portfolios der Plattformgesellschaft, des Produktportfolios und der Unternehmenskultur der potenziellen Add-Ons. Dabei gilt es zu berücksichtigen:

1. Investitionsprofil:

Ich kläre mit Ihnen die finanziellen Ziele und Strategien eines Investments. Bestimmen Sie, ob der Fokus auf Wachstum, Diversifikation oder Effizienzsteigerung liegt.


2. Analyse der Plattformgesellschaft:

Untersuchen Sie die Plattformgesellschaft, um festzustellen, welche Schlüsselprozesse bereits abgedeckt sind. Identifizieren Sie Stärken und Schwächen in ihrem bestehenden Portfolio.


3. Übereinstimmung mit Investitionsprofil:

Ich überprüfe, ob die identifizierten Anbieter mit dem Investitionsprofil meines Auftraggebers kompatibel sind unter der Berücksichtigung von Größe, Marktstellung, Technologien und geografischer Präsenz.
 

4. Identifikation und Analyse des Produktportfolios und der Unternehmenskultur von Add-Ons:

Ich betrachte das Produktportfolio und die Unternehmenskultur des potenziellen Add-On. Es ist wichtig, dass diese kulturell und strategisch gut zur potenziellen Plattformgesellschaft passen, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten.

7. Erstellung einer Roadmap für Zukäufe:

Ich entwickle eine klare Roadmap für Zukäufe, die auf den identifizierten Anbietern basiert und berücksichtige dabei zeitliche Aspekte, Prioritäten und mögliche Herausforderungen während des Integrationsprozesses.
Diese systematische Herangehensweise ermöglicht es, gezielt nach geeigneten Unternehmen in der Wertschöpfungskette zu suchen, die als strategische Add-Ons dienen können und so das Portfolio der Plattformgesellschaft stärken.

 

 

 

Ansprache der Unternehmensbesitzer und Unterstützung bei der Due Diligence

Mir geht es nicht nur um die Entwicklung von Strategien, sondern vor allem darum, Sie aktiv und professionell bei jedem Schritt zu begleiten. Zur weitergehenden Implementierung unternehme ich folgende Schritte:

1. Ansprache der Unternehmensbesitzer:
Ich treten ohne Hinweis auf meinen Auftraggeber in den Dialog mit den identifizierten Unternehmensbesitzern. Ich präsentiere die erarbeite Strategie und ermittele das Interesse an einer potenziellen Zusammenarbeit.

2. Abstimmung mit Ihnen:
Erst nach erfolgreicher Ansprache stimmen ich mit Ihnen ab, welche Eigner mit Ihnen in Kontakt gebracht werden sollen. Ihre aktive Beteiligung und Ihr Input sind dabei entscheidend, um sicherzustellen, dass die nächsten Schritte Ihren Vorstellungen entsprechen.

5. Unterstützung bei Einigung und Due Diligence:
Im Falle einer positiven Resonanz und dem Interesse an einer Beteiligung oder Übernahme stehen ich Ihnen weiterhin zur Seite. Ich unterstütze Sie bei der Due Diligence, um die in der Roadmap zugrunde gelegten Annahmen und Bewertungsparameter zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Planung für Zukäufe gemäß der Strategie fundiert ist. Dies gilt sowohl für die Plattformgesellschaft als auch für eine schnelle und effiziente Integration der Add-Ons.

Aufsichtsrats- und Beiratsmandate

Nach der erfolgreichen Akquisition der Plattformgesellschaft eröffnet sich ein entscheidender Abschnitt der Wachstumsreise – die Integration der Add-Ons und die effektive Vermarktung des erweiterten Portfolios. 

Meine Philosophie: Teamarbeit auf Augenhöhe

Ich bin überzeugt, dass der Erfolg einer Buy & Build-Strategie nicht nur von der zeitlichen Präzision der Akquisition der Add-Ons abhängt, sondern insbesondere von der Qualität der Integration und der richtigen Vermarktung des nun erweiterten Angebots. Dies erfordert mehr als nur Anweisungen des Managements – es bedarf einer echten Teamkultur.

Mein Beitrag:

Auf Wunsch meiner Auftraggeber übernehme ich gerne einen Sitz im Aufsichtsorgan der Plattformgesellschaft, sei es im Beirat oder Aufsichtsrat oder - für eine klar definierte Übergangszeit - die direkte operative Verantwortung als Interimmanager. Diese direkte Beteiligung ermöglicht mir, den fortlaufenden Prozess zu begleiten:

  • Als Interimmanager unterstütze ich aktiv bei der Integration der Add-Ons. Dabei liegt der Fokus auf einer reibungslosen Fusion der Unternehmen und der Schaffung einer starken, vereinten Unternehmenskultur.
  • Als Mitglied des Aufsichtsorgans stehe ich dem Führungsteam als Sparringspartner zur Verfügung, um Herausforderungen zu besprechen und innovative Lösungen zu entwickeln.
  • Ich setze mich dafür ein, dass die festgelegten strategischen Ziele in vollem Umfang erreicht werden. Dies beinhaltet nicht nur kurzfristige Erfolge, sondern auch langfristige, nachhaltige Entwicklung um im Exit-Fall die gewünschte Wertsteigerung zu erreichen.

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